Dass Oma auch heute noch so quietschfidel ist, kommt nicht von ungefähr. Denn ihr Leben lang hat sie schon stets viel Sport getrieben. Aber nein, Oma war weder Eiskunstläuferin, noch eine überaus begabte Bodenturnerin, Ballsportarten hat sie schon immer gemieden und auch für Tennis und Curling hat ihr Herz nie geschlagen. Das alles brauchte Oma auch nie, denn sie weiß, wie man auch ohne diese Dinge fit bleibt. Nämlich während all der Tätigkeiten, die man sowieso verrichten muss. Hier ihre Tipps für mehr Fitness im Haushalt.
Wer schon mal Omas Pflaumenquarkkuchen probiert hat, kann nicht mehr ohne. Deswegen ist sie ständig am backen – für Opa, die Kinder, Enkelkinder und das wöchentliche Damenkränzchen. Dabei verzichtet sie fast vollständig auf den Helfer aus der Steckdose.
Elektronische Rührgeräte und Schnippelmaschinen kommen ihr nicht ins Haus – dann das Schneiden und Rühren per Hand stärkt den Bizeps!
Rühren, Kneten, Schnippeln
Damit der Teig zart und saftig wird, muss er gut vermengt werden. Mit dem Schneebesen rührt sie zunächst einmal kräftig die Zutaten zusammen, knetet danach so lange weiter bis der Teig vollständig geglättet ist. Ungeübte Küchenstümplinge kommen bei der Schneebesenbedienung schon einmal schnell ins Keuchen. Aber Oma nicht, Übung macht nun mal die Meisterin – und zwar in jeder Disziplin. Selbstredend gilt dieses Prinzip auch für das Anrühren von Schokoladenpudding und Rührei.
Wenn die Arme nach diesen Vorübungen in der Küche noch können, geht’s an den Wohnzimmerteppich. Staubsauger konnte Oma noch nie leiden, deswegen kommt der Teppich nach draußen und wird mit dem Teppichklopfer so lange bearbeitet, bis er wieder glänzt.
Ist der Vorrat mal wieder aufgebraucht geht es los zum Wochenmarkt im nächsten Dorf. Strecken wie diese werden selbstverständlich mit dem Fahrrad erledigt, hält das doch das Herz-Kreislaufsystem in Gang und stärkt die Beinmuskulatur.
Übungen für Zwischendurch
Alleine diese Kleinigkeiten machen schon viel aus. Doch das genügt Oma noch nicht. Deshalb nutzt sie Wartezeiten konsequent für kleine Übungen. Hier ihre Top drei, der „eben-mal-so-nebenbei“ Übungen.
1.Kniebeugen: Helfen die Oberschenkelmuskulatur zu kräftigen und sind bei richtiger Ausführung keineswegs knieschädigend, wie gerne mal von Faulpelzen behauptet. Die Füße sollten Schulterbreit auseinander stehen und das Gewicht auf den ganzen Fußflächen verteilt sein. Während man das Gesäß nun langsam gen Boden bewegt, müssen die Unterschenkel möglichst senkrecht stehen bleiben, die Knie dürfen dabei niemals über die Fußspitzen herausragen.
2.Wadenheben: Trainiert Waden und Gesäßmuskulatur. An einer Wand abgestützt wechselt man regelmäßig zwischen Stand auf den Zehenspitzen und den gesamten Fußflächen. Jede Position sollte dabei ca. zwei Sekunden gehalten werden.
3.Strechting: Zusätzlich zu den muskulaturstärkenden Übungen sollte auch ein regelmäßiges Stretching nicht fehlen. Gerade stehend, die Arme nach oben hebend, sich nach vorne beugend, um schließlich bis an die Fußspitzen zu reichen, erreicht man eine Dehnung von den Zeh- bis in die Fingerspitzen.